Die Diplomarbeit von Chiara Lecher, Emma Summer und Anna Martin untersucht die Inklusion von Menschen mit mentalen Beeinträchtigungen in österreichischen Sportvereinen mit besonderem Fokus auf Vorarlberg. Ziel ist es, historische Entwicklungen, rechtliche Rahmenbedingungen, praktische Umsetzungen sowie bestehende Herausforderungen zu analysieren.
Chiara Lecher behandelt die Entstehungsgeschichte, rechtliche Grundlagen und aktuellen Herausforderungen. Dabei zeigt sich, dass sich die Situation seit dem Zweiten Weltkrieg deutlich verbessert hat, etwa durch eine steigende Zahl inklusiver Vereinsangebote. Dennoch bestehen weiterhin Barrieren, insbesondere strukturelle und gesellschaftliche Hürden.
Emma Summer widmet sich dem Übergang vom Schulsport in den Vereinssport. Dieser Übergang stellt für viele junge Erwachsene mit mentaler Beeinträchtigung eine kritische Phase dar, da unterstützende Strukturen oft wegfallen und passende Vereinsangebote schwer zugänglich sind.
Anna Martin behandelt grundlegende Definitionen, die Ausbildung von Trainerinnen und Trainern sowie regionale Angebote. Sie hebt hervor, dass qualifizierte Aus- und Fortbildungen entscheidend für gelingende Inklusion sind, hier jedoch noch deutlicher Verbesserungsbedarf besteht.
Insgesamt zeigt die Arbeit, dass trotz positiver Entwicklungen weiterhin großer Handlungsbedarf besteht — vor allem beim Abbau von Barrieren, beim Ausbau inklusiver Angebote und bei der Vermittlung fachlicher Kompetenzen in der Trainerausbildung.